Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation


Bereichsnavigation

LFO-Logos von 1971 bis 2014

logogeschichte

Hauptinhalt

Der Lehrstuhl für Unternehmenslogistik (ehem. Lehrstuhl für Fabrikorganisation) ist der Gründungslehrstuhl und somit der älteste Lehrstuhl der Fakultät Maschinenbau. Hier finden Sie die Meilensteine unserer über 40-jährigen Entwicklung.

 

1971

Am 1. Oktober 1971 wurde der Lehrstuhl für Fabrikorganisation als erster Lehrstuhl der Abteilung Fertigungstechnik (jetzt: Fakultät Maschinenbau) gegründet. Der Lehrstuhl für Fabrikorganisation ist somit Gründungslehrstuhl der Fakultät Maschinenbau.

Zum ersten Professor des Lehrstuhls für Fabrikorganisation wurde Professor Dipl.-Ing. Günter Lindner, damaliges Vorstandsmitglied der Demag AG, berufen. Professor Lindner war in den Jahren zuvor vom Gründungsrektor der Universität Dortmund, Professor Dr. Martin Schmeißer, zum Aufbau einer Abteilung Fertigungstechnik in ein Beratungsgremium berufen worden.
Professor Lindner brachte von Beginn an die wichtige Praxisorientierung in die Ingenieurausbildung des Lehrstuhls ein. In den Anfangsjahren lag der Forschungsschwerpunkt in der Entwicklung anwendungsorientierter Methoden für die Fabrikanlagenplanung. Erfolge zeigten sich beim Aufbau betrieblicher Kennzahlen als Grundlage ständiger Planungsbereitschaft.
Die in der Gründungszeit gesetzten Schwerpunkte bilden auch heute das Arbeitsfeld des Lehrstuhl für Fabrikorganisation:

  • Industrieorganisation
  • Fabrikplanung
  • Produktionskontrolle und Managementinformation
  • Führungstechniken
  • Werkstattplanung
  • Instandhaltung

1972

Dem Lehrstuhl wurde 1972 das Fachgebiet Produktionssteuerung mit eigener Professur zugeordnet, für die im Dezember 1972 Professor Dr.-Ing. Horst-Henning Gerlach den Ruf erhielt. Professor Gerlachs Aufgaben in Forschung und Lehre lagen zunächst auf den Gebieten Materialwesen, Stücklistensystematik, Sachnummerung und Terminwesen.

Numerisch-analytische Methoden und Instrumente sowie deren Anwendungsmöglichkeiten wurden von Professor Gerlach in einer eigenständigen Operations Research-Vorlesung vermittelt.

 

1974

Der Bereich Instandhaltung hatte am Lehrstuhl stets ein großes Gewicht. Daher erhielt Dr.-Ing. Eugen Gülker 1974 als Leiter Instandhaltung der Hoesch Hüttenwerke zunächst einen Lehrauftrag und später eine Honorarprofessur für dieses Themengebiet

 

1979

Nach der Emeritierung von Herrn Professor Lindner erhielt Professor Gerlach, der gleichzeitig einen auswärtigen Ruf hatte, im April den Ruf auf den Lehrstuhl für Fabrikorganisation unter Einbeziehung des bisherigen Fachgebietes Produktionssteuerung.

1984

Professor Gerlach unterzeichnet in Peking ein Rahmenpartnerschaftsabkommen mit der Beijing University of Science and Technology

1985 Im Frühjahr fand auf Initiative von Professor Gülker zusammen mit dem Deutschen Komitee Instandhaltung (DKIH) das 1. Instandhaltungsforum des Lehrstuhls statt, zu dem fortan in zweijährigem Rhythmus eingeladen wird.
In Peking halten Herr Professor Jünemann und Herr Professor Gerlach erste Seminare im Rahmen der Partnerschaft, in deren Verlauf mehrere Chinesen als Doktoranden nach Dortmund kommen.

1993

Mit der Emeritierung von Professor Gerlach im März 1993 übernahm Professor Dr.-Ing. Axel Kuhn zunächst kommissarisch die Leitung des Lehrstuhls. Professor Kuhn ist neben Professor Jünemann Leiter des Fraunhoferinstitutes Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund. Damit wurde die Basis der engen Kooperation zwischen LFO und IML verbreitert, von der beide Seiten in hohem Maße profitieren.
Professor Gerlach nahm in Peking die Ernennung zum Professor E.h. der Universität entgegen.

1995

Erstmals konnte mit der Universität Stellenbosch ein Studentenaustausch in Afrika organisiert werden. Der Lehrstuhl für Fabrikorganisation möchte diese Kooperation mit diesem aufstrebenden Land in Zukunft weiter ausbauen. Weitere Ziele unserer Austauschstudenten sind Dänemark, Finnland und Irland.

1996

Im September 1996 wurde nach langer Planungszeit das neue Maschinenbaugebäude auf dem Campus Nord der Universität Dortmund fertiggestellt. Im Oktober bezog der Lehrstuhl für Fabrikorganisation gemeinsam mit vielen anderen Einrichtungen der Fakultät Maschinenbau seine neuen Räumlichkeiten. Mit der Zusammenlegung der zuvor über den Nord- und den Süd-Campus verteilten Forschungseinrichtungen und Hörsäle hat sich für die Fakultät nun die Möglichkeit einer engeren Kooperation auf allen Gebieten zum Nutzen der Studenten sowie im Sinne eines intensiveren und regelmäßigeren Gedankenaustausches der einzelnen Teilgebiete des Maschinenbaus ergeben

1998

Einrichtung des Sonderforschungsbereiches 559 "Modellierung großer Netze der Logistik". Die Universität Dortmund konnte 1998 den ersten Sonderforschungsbereich im Themengebiet Logistik einwerben. Prof. Kuhn ist Sprecher des Sonderforschungsbereiches, der unter Beteiligung der Fachbereiche Informatik, Maschinenbau, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie des Fraunhofer-Institutes für Materialfluss und Logistik stattfindet.

 

2000

Seit 1974 hat Herr Dr.-Ing. Eugen Gülker durch seine Lehrtätigkeit und Mitwirkung bei Forschungsvorhaben das Themengebiet der Instandhaltung am LFO vertreten. Im Oktober diesen Jahres wurde Herr Gülker emeritiert und bleibt dem Lehrstuhl weiter durch die Betreuung von laufenden Promotionen verbunden.

2002

April: Rund 100 Experten aus Industrie und Wissenschaft trafen sich an der Technischen Universität Dortmund und eröffneten am Lehrstuhl für Fabrikorganisation den Diskurs zum neuen Forschungsgebiet „Anlaufmanagement fast ramp up“.

Der Lehrstuhl bietet erstmal ein Kompaktseminar zur Computertechnik für Senioren an im neu errichteten Computerraum der Fakultät Maschinenbau (bis zu 30 Personen können an speziellen Computersystemen arbeiten).

November: Ehrenprofessor für A. Kuhn an der Pekinger Universität für Wissenschaft und Technologie verliehen.

2006

Juli: Start des Sonderforschungsbereiches 696 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft. 5,5 Millionen stehen für die ersten vier von zwölf Jahren Forschung um die Wachstumsbranche Intralogistik bereit.

November: Die Chinesische Akademie der Wissenschaften und das Institut für Industrietechnologie in Guangzhou ernennen Herrn Prof. Kuhn zum Ehrenvorsitzenden.

2007

Der Senat der Universität Dortmund beschließt die Umbenennung der Hochschule in Technische Universität.

2008

In Projekten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) oder des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BmBF) wurden verschiedene Forschungsfragen der Fabrikorganisation anwendungsorientiert bearbeitet. Besonders hervorzuheben im Jahr 2008 ist der Sonderforschungsbereich 559, der sich in den vergangenen 10 Jahren aus interdisziplinärer Sicht mit Fragen der Modellierung großer Netze der Logistik beschäftigt hat und zu dessen erfolgreichem Abschluss der LFO mit einen Teilprojekten beigetragen hat.

In Technologietransferprojekten, z.B. zur strategischen Standortplanung, zur Produktionssegmentierung oder zur Layoutplanung, konnten Lehrstuhlmitarbeiter auch im vergangenen Jahr wieder Unternehmen direkt bei der Lösung unternehmensspezifischer Aufgabenstellungen unterstützen.

Im Bereich der Lehre konnte der Lehrstuhl u.a. ein e-Learning-Projekt akquirieren, in dem es darum geht, die Lehrinhalte zum industriellen Projektmanagement gemeinsam mit unserem neuen Lehrbeauftragten für dieses Thema - Dr. Frank Kühn - in innovativer Form aufzubereiten und zu vermitteln. Darüber hinaus wurden gemeinsam mit dem Bereich 2 des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) wieder über 40 Studien- und Diplomarbeiten betreut, von denen die meisten in Kooperation mit Unternehmen bearbeitet wurden.

2009

Mit Trauer und Betroffenheit mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass am 03. März 2009 Herr Professor Dr.-Ing. Eugen Gülker, von 1974 bis 1999 Lehrbeauftragter für das Arbeitsgebiet Instandhaltung am Lehrstuhl für Fabrikorganisation, nach schwerer Krankheit, aber dennoch für uns alle plötzlich, im Alter von 78 Jahren verstorben ist. Wir verlieren in ihm einen sehr geschätzten Hochschullehrer und engagierten Wissenschaftler, der mit fachlicher Kompetenz und Einsatzfreude, aber auch mit Menschlichkeit und Verständnis maßgeblich dazu beigetragen hat, ein neues Instandhaltungsverständnis in Forschung und Lehre zu etablieren. Dieses Engagement manifestiert sich auch in seinen Verdiensten um das InstandhaltungsForum der TU Dortmund, welches 2009 zum 13. Mal stattfand. Wir werden Herrn Prof. Dr. Gülker ein würdiges Andenken bewahren.

Mit der Gründung der Graduate School of Logistics im Oktober 2009 gelang es eine Einrichtung zu etablieren, mit der die Aktivitäten der Graduate School of Production Engineering and Logistics mit der Konzentration auf das Arbeits- und Forschungsfeld der Logistik fortgeführt und ausgebaut werden können. Die Graduate School of Logistics versteht sich dabei als eine Einrichtung der TU Dortmund, die in enger Kooperation mit einschlägig tätigen Fakultäten der Universitäten Duisburg/Essen, Paderborn und Münster betrieben wird und in der junge Wissenschaftler interdisziplinär und standortübergreifend an Lösungen für spannende Forschungsaufgaben in der Logistik arbeiten. Durch eine wirtschaftsnahe Ausrichtung der Forschungsthemen wird dabei sichergestellt, dass die erzielten Ergebnisse eine hohe Anwendungsorientierung aufweisen.

Ende Oktober verabschiedeten wir zudem Frau Gabriele Klimmer, meine langjährige Sekretärin nach beinahe 16 Dienstjahren am Lehrstuhl für Fabrikorganisation in den wohlverdienten Ruhestand.

 

2010

Im Januar gab die Bundesbildungsministerien Frau Prof. Dr. Annette Schavan die Sieger der zweiten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs bekannt; darunter auch unseren EffizienzCluster LogistikRuhr.

Dieses in der Logistik einzigartige Großprojekt umfasst das Ruhrgebiet, das die größte Metropolregion Deutschlands ist. Mehr als 120 Antragsteller entlang der logistischen Wertschöpfungskette haben sich in 30 Verbundprojekten zusammengefunden: von Forschung und Bildung über Logistiktechnologieanbieter und Logistikdienstleister bis zu den Endanwendern. Maßgeblich dabei ist die Zusammenarbeit der Dortmunder und Duisburger Bildungs- und Forschungseinrichtungen (TU Dortmund, Fraunhofer IML und ISST und Universität Duisburg-Essen).

Der Lehrstuhl für Fabrikorganisation ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Partner im EffizienzCluster LogistikRuhr. Er forscht und entwickelt gemeinsam mit Industrie- und Logistikunternehmen in drei Verbundprojekten.Es ist das erklärte Ziel des EffizienzClusters, innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die geleitet durch die globalen Megatrends die Gesellschaft auf die wandelnden Rahmenbedingungen vorbereiten sollen.

 

2011

Wir blicken auf das Jahr 2011 mit Freude und Stolz zurück; Freude, weil das vergangene Jahr erneut von viel Erfolg geprägt war, und Stolz, weil wir das 40jährige Jubiläum unseres Lehrstuhls gefeiert haben. Insbesondere dieses Ereignis möchten wir hier hervorheben.

Vor 40 Jahren wurde Prof. Günter Lindner mit der Gründung einer Fakultät Fertigungstechnik an der Universität Dortmund beauftragt, die er dann auch erfolgreich in dieTat umsetzte. Am 1. Oktober 1971 schließlich wurde die Fakultät Fertigungstechnik - die später in Maschinenbau umbenannt werden sollte - gegründet. Der Lehrstuhl für Fabrikorganisation(LFO) war Gründungslehrstuhl und Prof. Lindner Gründungsdekan. Er fokussierte den Lehrstuhl für Fabrikorganisation auf die Aspekte der Industrieorganisation, Fabrik- und Werkstattplanung, Produktionskontrolle und Managementinformationen, Führungstechniken und Instandhaltung. Mit einer starken Praxisorientierung legte er den Grundstein für das heutige Profil des LFO.

Anlässlich dieses Jubiläums haben wir am Vorabend dieses Gründungsdatums, am 30. September 2011, gemeinsam mit aktuellen und ehemaligen Lehrenden, Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und weiteren Gästen feierlich auf die vergangenen Dekaden zurückgeblickt, indenen sich der LFO zu einem integralen Bestandteil der heutigen Fakultät Maschinenbau entwickelt hat.

 

2012

Nach dem 40-jährigen Lehrstuhljubiläum in 2011 ging es im Jahr 2012 bewegt weiter. Zum 31. Juli hat Prof. Dr. Axel Kuhn nach 19 Jahren Lehrstuhlleitung und 39 Jahren Tätigkeit an der TU Dortmund die Leitung des LFO abgegeben. Am 02. Oktober 2012 im Rahmen der Abendveranstaltung des Zukunftskongress Logistik haben wir Ihn gebührend und mit einer ergreifenden Laudation von Dr. Volker Paetz, langjähriger Weggefährte des LFO und heute als Manager bei ThyssenKrupp Materials tätig, verabschiedet.

Kommissarisch leitet seit 01. August Tobias Hegmanns die Lehrstuhlarbeit.

Neben dieser einschneidenden Veränderung tritt es fast in den Hintergrund, dass der Lehrstuhl auch in 2012 wieder hervorragende Arbeit geleistet hat: ein vielfältiges Lehrportfolio mit 18 regelmäßigen Lehrveranstaltungen, die Betreuung von 43 Abschluss- und Projektarbeiten sowie die Bearbeitung von insgesamt neun laufenden bzw. neu begonnenen Forschungsprojekten. Zwei neue DFG Projekte konnten in 2012 zum Einsatz der Simulation in der antizipativen Veränderungsplanung und zur nutzungsabhängigen Instandhaltung von Intralogistiksystemen begonnen werden. Ein weiterer Forschungsantrag zum Thema der flexiblen Kapazitätsplanung und -bereitstellung für kmU wurde von der AiF für 2013 bewilligt.

2013

Prof. Dr. Michael Henke (42) ist neuer Leiter des Lehrstuhls für Unternehmenslogistik der Fakultät Maschinenbau der TU Dortmund sowie Institutsleiter am Fraunhofer IML. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Axel Kuhn an, der im vergangenen Jahr nach über 20 Jahren in beiden Positionen in den Ruhestand verabschiedet wurde. Henke, der bisher den Lehrstuhl für Einkauf und Supply Management an der EBS European Business School in Wiesbaden inne hatte, hat seine neuen Aufgaben zum 1. September 2013 übernommen.
»Mit Prof. Henke konnten wir einen ausgewiesenen Supply Chain-Experten für die Logistik in Dortmund gewinnen. Im Hinblick auf die zentralen Zukunftsthemen wie Industrie 4.0 oder Big Data wird eine stärkere Verzahnung aller Disziplinen immer wichtiger. Als Wirtschaftswissenschaftler ergänzt Michael Henke unsere Arbeit daher optimal und wird sowohl am Institut, als auch am Lehrstuhl neue Impulse in Richtung Unternehmensplanung setzen«, freut sich Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML.

 

2014

aus dem Vorwort von Michael Henke zum Jahresbericht 2014: 
"Das erste komplette Jahr von mir als Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmenslogistik ist vergangen wie im Fluge. Wir haben das Jahr 2014 u.a. dazu genutzt, die von mir neu mit nach Dortmund gebrachten Themenbereiche Einkauf und Supply Management sowie Finanzen mit den originären Themen des LFO zu verbinden und gemeinsam weiterzuentwickeln.

Um ein Ergebnis dieser strategischen Arbeit, zu der Sie auf den folgenden Seiten vertiefende Informationen finden, gleich an der Stelle vorwegzunehmen: Wichtiges Ziel und Ergebnis der Forschungsarbeit ist und bleibt die effektive Nutzbarmachung neuer Technologien und realisierbarer Managementlösungen für die Praxis in Logistik, Einkauf und Produktion. Dies gilt für die Unternehmenslogistik und das Supply Chain Management im Allgemeinen und für das hochaktuelle Thema „Industrie 4.0" im Besonderen. Für die zunehmende umfassende Dezentralisierung der Wertschöpfung müssen geeignete und neue Managementansätze zur Selbststeuerung und Selbstorganisation von Logistik, Produktion und Einkauf weiterentwickelt werden. Dies gilt für Großunternehmen, aber insbesondere auch für kleine und mittlere Unternehmen.
In diesem Sinne wollen wir verstärkt auch in den nächsten Jahren unseren Studierenden in den Studiengängen Logistik, Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau die Grundlagen, aber auch die Erkenntnisfortschritte unserer Forschung vermitteln und sie damit auf die beruflichen Herausforderungen in Unternehmen verschiedener Größen und Industrien vorbereiten.

Neben den Aktivitäten in Forschung und Lehre kümmern wir uns auch um den Praxistransfer, auf verschiedene Art und Weise: einerseits in anwendungsorientierten Forschungsprojekten mit Unternehmen aus Industrie und Handel, anderseits durch die verschiedenen Kongresse, an denen sich der LFO aktiv beteiligt.

So haben wir in 2014 mit der Vorbereitung des 16. InFo (Instandhaltungsforum) begonnen und damit die Grundlagen geschaffen für eine Fortsetzung des etablierten und wissenschaftlichen Austauschs in 2015 über Instandhaltung, die sich in der 4. Industriellen Revolution zu einer „Smart Maintenance" mausert. Mit der EXCHAiNGE, The Supply Chainers' Conference, haben wir uns tatkräftig an der Organisation einer Veranstaltung für Supply Chain Experten beteiligt, die im Jahr 2015 bereits in die dritte Runde geht und uns auch die Möglichkeit geben soll, einige unserer aktuellsten Forschungsthemen einem breiteren Fachpublikum vorzustellen.

Hierbei, wie auch in vielen anderen anwendungsorientierten Forschungsprojekten arbeiten wir eng mit dem Bereich Unternehmenslogistik des Fraunhofer IML zusammen. Mit der Graduate School of Logistics wollen wir in den nächsten Monaten vor allem die internationale Ausrichtung unserer Themenfelder vorantreiben - und das nicht nur für unsere Themen, sondern auch für die Fakultät und die TU Dortmund."

2015/2016

aus dem Vorwort von Michael Henke zum Jahresbericht 2015/16:

wieder ist ein erfolgreiches Jahr viel zu schnell zu Ende gegangen und wir schauen mit Freude und gleichzeitig auch etwas Stolz auf die vergangenen 12 Monate zurück.
Wir haben sehr konsequent an unserem Leitbild zum „Management der Industrie 4.0“ weitergearbeitet und dabei die zentralen Arbeitsfelder des LFO weiter profiliert:

  • Supply Chain Management & Einkauf
  • Produktionsmanagement & Fabrikplanung
  • Instandhaltungs- & Produktivitätsmanagement
  • Kompetenzmanagement & innovative Lernkonzepte

In diesen Arbeitsfeldern analysieren wir, welche Auswirkungen die Industrie 4.0 sowie das Internet der Dinge und Dienste auf Unternehmenslogistik und Supply Chain Management haben. Wir sprechen in diesem Zusammenhang bewusst weniger von der 4. Industriellen Revolution, denn ob es sich um eine solche handelt, können wahrscheinlich erst nachfolgende Generationen beurteilen. Wir konzentrieren uns in der Forschung viel mehr darauf, in unseren Forschungsprojekten die Auswirkungen von Digitalisierung, Autonomisierung und Individualisierung – den irreversiblen Grundprinzipien der Industrie 4.0 – auf das zukünftige Management von Technologie, Organisation und Prozessen zu verstehen und dafür Erkenntnisfortschritte zu erzielen. Das DFG-Graduiertenkolleg zur „Anpassungsintelligenz von Fabriken im dynamischen und komplexen Umfeld“, in dem wir maximal interdisziplinär mit vielen Kollegen aus unserer eigenen Fakultät für Maschinenbau, aber auch aus anderen Fakultäten der TU Dortmund zusammenarbeiten, ist ein herausragendes Beispiel dafür.

Wir leben in Zeiten mit großen und disruptiven Veränderungen, die wir in unseren Forschungsprojekten nicht nur erklären, sondern ein Stück weit auch aktiv mitgestalten wollen. Dabei ist es aber auch mindestens genauso wichtig, die auf uns zukommenden Herausforderungen unseren Studierenden in der Lehre zu vermitteln. Wir haben daher damit begonnen, unsere aktuellsten Erkenntnisse zur Digitalisierung von Unternehmenslogistik und Supply Chain Management in unseren Lehrveranstaltungen einzubauen. Neben einer Anpassung der Lehrinhalte geht es aber vor allem auch darum, unsere Lehrformen und -methoden auch den aktuellen Anforderungen rasch anzupassen und permanent weiterzuentwickeln – eine Aufgabe, die uns in der Zukunft noch stärker fordern wird als in der Vergangenheit.
Dabei wird es auch darauf ankommen, die Themen in einen größeren internationalen Zusammenhang einzuordnen. Ein gutes Beispiel dafür ist „PERFECT“ (Purchasing Education & Research for European Competence Transfer) – ein über Erasmus + gefördertes Forschungsprojekt, in dem wir ein Konsortium aus renommierten europäischen Universitäten anführen, mit dem Ziel, ein harmonisiertes Curriculum für die Ausbildung von Bachelor- und Masterstudenten im Bereich Einkauf und Supply Chain Management europaweit zu etablieren.

Auch in 2015 waren wir sehr aktiv beim Praxistransfer, bei anwendungsorientierten Forschungsprojekten mit Industrie, Dienstleistung und Handel sowie bei der Organisation von Veranstaltungen und Kongressen. Dass wir hierauf auch in 2016 setzen, zeigt der Ausblick auf die bereits in diesem Jahr erfolgreich durchgeführten Groß-Veranstaltungen: 25. IPSERA-Konferenz und Info+.

Abschließend möchte ich festhalten, dass auch in Zukunft die Graduate School of Logistics für unsere Arbeit eine wichtige Rolle spielen wird und wir z.B. durch die erstmalige Organisation einer Summer School im September 2016 davon überzeugt sind, dass diese komplett von der Industrie finanzierte Graduate School ihre Strahlkraft weit über die Grenzen des Wissenschaftsstandortes Dortmund hinaus weiter erhöhen wird.
Wir arbeiten in vielen unserer Arbeitsfelder sehr gut und eng mit dem Bereich Unternehmenslogistik des Fraunhofer IML zusammen, der sich ebenfalls sehr intensiv mit dem Management der Industrie 4.0 beschäftigt.
Die Chancen bei der Bearbeitung dieses Themas sind mannigfaltig und wir wollen auch in 2016 viele davon wieder gemeinsam mit Ihnen nutzen.