Sprungmarken

Servicenavigation

Hauptnavigation


Bereichsnavigation

Hauptinhalt

Leitbild für den Lehrstuhl für Unternehmenslogistik

Der Lehrstuhl für Unternehmenslogistik (LFO) setzt die über 40-jährige Arbeit des Lehrstuhls für Fabrikorganisation an der Technischen Universität Dortmund konsequent fort und erweitert diese um Aspekte des übergreifenden Supply Chain Managements.
Der Lehrstuhl steht für grundlagenorientierte und angewandte Forschung sowie Lehre in Unternehmenslogistik und Supply Chain Management. Unternehmenslogistik und Supply Chain Management sprechen ähnliche und sich überschneidende Aufgaben in Produktion, Einkauf und Logistik an, sind jedoch nicht trennscharf voneinander abgrenzbar. Während Supply Chain Management die integrierte, übergreifende, kunden- und bedarfsorientierte Planung und Steuerung inner- und überbetrieblicher Logistik- und Produktionsnetzwerke in den Vordergrund rückt, fokussiert Unternehmenslogistik stärker die logistischen Aufgaben der technischen Betriebsführung auf Standortebene bis hin zu Fragen der Fabrikorganisation oder des Instandhaltungsmanagements. Der Blickwinkel beider Fachgebiete ist notwendig für die vollständige Durchdringung der logistischen Aktivitäten eines Unternehmens und seiner Wertschöpfungsnetzwerke im Sinne eines durchgängigen Managementansatzes der Unternehmensführung in Wertschöpfungsnetzwerken.
Diesem durchgängigen und ganzheitlichen Aufgabenverständnis folgen auch die Arbeitsfelder des Lehrstuhls: Supply Chain Management und Einkauf, Fabrikplanung- und betrieb, Instandhaltungs- und Servicemanagement sowie Kompetenzmanagement und innovative Lernkonzepte. In der Lehre bieten wir unseren Studierenden diesbezüglich ein breites Angebot an Lehrveranstaltungen.
Bild zu unseren Lehrveranstaltungen Master/Bachelor
Ca. 100 erfolgreich abgeschlossene Bachelor- und Masterarbeiten jährlich, die zum größten Teil in direkter Zusammenarbeit mit Unternehmen entstanden sind, stehen für die praxisorientierte Ausrichtung unserer Lehre in den Studiengängen Logistik, Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau.
Außerdem bestehen bewährte internationale Hochschulpartnerschaften wie z. B. zum Georgia Institute of Technology, zur Tongji University oder zur Stellenbosch University, die aktuell noch ausgebaut und erweitert werden.

Als Gründungslehrstuhl der Graduate School of Logistics, die mit ihrem Konzept der rein drittmittelgeförderten Doktorandenausbildung, vornehmlich durch namhafte deutsche Unternehmen, eine bundesweit einzigartige Einrichtung darstellt, engagiert sich der LFO seit 2009 bei der wissenschaftlichen Betreuung der wirtschaftsgeförderten Doktoranden. In Zusammenarbeit mit Unternehmen wird hier die kooperative interdisziplinäre Forschung zu aktuellen Themenstellungen der Logistik gestärkt und der intensive Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis gefördert.


Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lehrstuhls eint das Interesse und die Leidenschaft an der permanenten Entwicklung und Weitergabe von neuem Wissen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in Logistik, Einkauf, Produktion und Instandhaltung. Gemeinsam mit den Forschungspartnern am Standort Dortmund wie dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML), den Instituten und Lehrstühlen im Bereich Produktion und Logistik der Fakultät Maschinenbau, aber auch einer Vielzahl weiterer interdisziplinärer Partner inner- und außerhalb der TU leistet der Lehrstuhl für Unternehmenslogistik seinen Beitrag zur Logistikforschung. Dabei sind die Offenheit für die Perspektiven anderer Disziplinen im Sinne der Interdisziplinarität, die konsequente Integration in die eigene Arbeit und die übergreifende Sicht auf die Logistik charakterisierend für die Arbeitsweise des LFO.
In der Forschung arbeitet das Lehrstuhlteam an innovativen Themen zur Weiterentwicklung der Methoden, Konzepte und Instrumente der Unternehmenslogistik und des Supply Chain Managements. Die komplementäre Verknüpfung von Technologie- und Managementthemen zur erfolgsorientierten Weiterentwicklung von Unternehmen in den Gestaltungsfeldern „Technologie“, „Organisation“, „IT“ und „Mensch“ steht dabei im Mittelpunkt. Hybride Geschäftsmodelle und die Plattformökonomie stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Die effiziente und effektive Gestaltung, Planung und Steuerung der zunehmend digitalisierten Prozesse und Systeme, mit einer integrierten Betrachtung aller Gestaltungsfelder, stehen im Fokus der aktuellen Forschungsaktivitäten.
Wichtiges Ziel und Ergebnis dieser Forschungsarbeit ist die ökonomisch bewertete Nutzbarmachung neuer Technologien wie Distributed Ledger Technologien (bspw. Blockchain), künstliche Intelligenz (bspw. Maschinelles Lernen) und realisierbare Managementlösungen für die Praxis in Logistik, Einkauf, Produktion und Instandhaltung. Dies gilt für die Unternehmenslogistik und das Supply Chain Management im Allgemeinen und für die Digitalisierung (insbesondere „Industrie 4.0“) und deren Management („Management der Industrie 4.0“) im Besonderen. In diesem Kontext ist in den letzten Jahren das Dortmunder Management-Modell entstanden, das sowohl die digitale Transformation in Unternehmenslogistik und Supply Chain Management strukturiert als auch den noch bestehenden Forschungsbedarf aufzeigt und eine integrierte, prozessorientierte Analyse der neuen Managementaufgaben ermöglicht. In der „Smart Factory“ als Kern der Industrie 4.0 kommt erneut die Verbindung zur bisherigen Lehrstuhlarbeit zum Ausdruck und findet ihre konsequente Fortführung in der Entwicklung von Selbststeuerungsverfahren und adaptiven Anpassungsprozessen zur Planung und Realisierung von anpassungsintelligenten Fabriken.


Für die Realisierung von Autonomisierung, Digitalisierung und Individualisierung als Grundprinzipen der Industrie 4.0 sind adaptive Wertschöpfungsnetzwerke basierend auf der Fabrik und ihren Systemen als elementare Einzelbestandteile der Supply Chain zu entwickeln, um Wandlungsfähigkeit und Resilienz entlang von Supply Chains zu fördern. Das am Lehrstuhl über lange Jahre entwickelte Verständnis der Prozessorientierung ist für die Organisation und das Management wandlungsfähiger Wertschöpfungsnetzwerke eine wesentliche Grundlage.
Aktuell wird die Untersuchung von Potentialen der Technologien der additiven Fertigung sowie der Augmented und Virtual Reality, die an verschiedensten Stellen in den Wertschöpfungsprozessen von Unternehmensnetzwerken eingesetzt werden können, fokussiert.
Zur erfolgreichen Integration neuer Technologien und Gestaltung der digitalen Transformation analysiert das Lehrstuhlteam auch die humanzentrierte Prozessgestaltung und die kompetenzorientierte Qualifikation mit neuen Ansätzen wie Gamifikation und Serious Games.


Für die bevorstehende umfassende Veränderung der Wertschöpfung müssen geeignete und neue Managementansätze zur Selbststeuerung und Selbstorganisation von Logistik, Einkauf, Produktion und Instandhaltung (weiter)entwickelt werden. Dies gilt für Großunternehmen, aber insbesondere auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).


Diese Managementansätze werden in logistischen Assistenzsystemen sowie in Werkzeugen für die Entscheidungsunterstützung, Qualifikation und Befähigung der Anwender etabliert. Dies beinhaltet auch die Weiterentwicklung von steuerungsrelevanten Kennzahlen (KPIs). In diesem Bereich wird der Lehrstuhl die empirische Forschung verstärken und beispielsweise Benchmarking-Studien und Fallanalysen mit Praxispartnern durchführen.
Die Forschungsarbeit des Lehrstuhls für Unternehmenslogistik fokussiert daher die Managementimplikationen der logistischen Aufgaben für die Unternehmensführung und insbesondere die folgenden Schwerpunkte:

Supply Chain Management und Einkauf:

• Procurement Engineering
• Digitalisierung im Einkauf & Supply Management
• Adaptive Bestandsplanung mittels Methoden der künstlichen Intelligenz
• Intelligentes Supply Chain Risikomanagement
• Supply Chain Resilienz im Kontext der Digitalisierung
• Blockchain Technologie und Smart Contracts in Wertschöpfungsnetzwerken
• Virtualisierung (AR & VR) in Wertschöpfungsnetzwerken
• Financial Supply Chain Management

Produktionsmanagement und Fabrikplanung:

• Anpassungsintelligenz von Fabriken
• Gestaltung und Steuerung der Smart Factory
• Digitalisierung in Auftragsabwicklungsprozessen
• Digitale Vernetzung von Fabrikplanung und Fabrikbetrieb

Kompetenzmanagement und innovative Lernkonzepte:

• Kompetenzorientierte Qualifizierungskonzepte
• Digitale und virtuelle Lernmethoden und –konzepte
• Berufliche Bildung im Kontext der Digitalisierung
• Gamification und Serious Games
• Innovative Arbeitsorganisation und Kompetenzbedarfe

Instandhaltungs- und Servicemanagement:

• Smart Maintenance
• Wissensmanagement in der Instandhaltung
• Service Engineering, insbes. Gestaltung hybrider Dienstleistungen
• Integration von additiver Fertigung und Augmented Reality in Instandhaltungsprozesse