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Themen früherer InstandhaltungsForen (1985 - 2011)

1. Forum 1985:

Instandhaltung - Aufgabe für die Wissenschaft. Die industrielle Nutzung der Informationstechnologie, die zunehmende Komplexität der Maschinenanlagen und radikale Veränderungen der Unternehmensstrukturen verlangen neue Konzepte, Methoden und Strategien in der Instandhaltung. Instandhaltung ist somit Aufgabe der Wissenschaft und wird zukünftig einen viel größeren Stellenwert erhalten müssen!

2. Forum 1987:

Instandhaltung automatisierter Anlagen - Neue Anforderungen an die AusbildungSensorik, Steuerungstechnik und Automatisation bestimmen zunehmend den technologischen Standard von Maschinen und Anlagen. Daraus resultieren neue Anforderungen an die Ausbildung. Der Schlosser wird zum Industriemechaniker, Elektriker und Mechaniker verschmelzen zum Mechatroniker. Instandhaltung setzt den Einsatz komplexer Technologie voraus und verlangt Qualifikationen, die sich zunehmend am Ingenieur orientieren.

3. Forum 1989:

Instandhaltung und Fabrikplanung - Berücksichtigung bei der Planung technischer Anlagen. Instandhaltungsgerechte Konstruktionen steigern die Verfügbarkeit von Maschinen und Anlagen! Ausfallzeiten für Instandhaltungstätigkeiten können immens reduziert werden. Dennoch wird dieses Potential derzeit nicht ausreichend ausgeschöpft. "Feedback to design" ebnet den Weg zur Erschließung dieser Potentiale. Instandhaltung ist bereits Aufgabe der Planung!

4. Forum 1991:

Instandhaltung und Marktwirtschaft - wirtschaftliche Anforderungen an die Instandhaltung. Die Instandhaltung wird oft als Kostenverursacher und nicht als Wertschöpfer angesehen! Diesen Vorurteilen gilt es entgegenzutreten! Instandhaltung trägt maßgeblich zum Unternehmensgewinn bei, denn sie stellt die Verfügbarkeit der Produktion sicher. Instandhaltungsleistung muss transparent werden, um den wirtschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden. Neben den Kosten gilt es, auch die Leistungen hervorzuheben.

5. Forum 1993:

Instandhaltung und Datenverarbeitung Der rasante technologische Fortschritt in der Datenverarbeitung hat dazu geführt, dass zunehmend mehr Unternehmensfunktionen ihre Daten elektronisch verarbeiten. Auch die Instandhaltung kann die Potentiale der Datenverarbeitung ausschöpfen. Instandhaltungs-, Planungs- und Steuerungssysteme ermöglichen die papierlose Abwicklung der Geschäftsvorfälle und bieten zahlreiche Auswertungsfunktionen, welche die Basis für Analysen und Optimierungen darstellen.

6. Forum 1995:

Instandhaltung und europäischer Markt - Probleme, Rahmen-bedingungen, LösungswegeGlobalisierung und Öffnung der regionalen und nationalen Märkte bestimmen die gegenwärtige wirtschaftliche Situation der Industrienationen. Auch die Instandhaltung ist davon betroffen. Sie hat sich dem Wettbewerb zu stellen und ihre Leistungen auf dem Markt anzubieten. Wissensvorsprung und Kernkompetenzen tragen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei!

7. Forum 1997:

Instandhaltung und Ökologie - Rahmenbedingungen, Aufgaben, LösungsansätzeÖkologische Anforderungen bestimmen in zunehmendem Maße das unternehmerische Handeln. Die betriebliche Umsetzung der Anforderungen erfolgt jedoch nur zögerlich. Die Instandhaltung ist aufgrund ihres umfangreichen technischen und organisatorischen Wissens prädestiniert, Umweltschutz im Unternehmen umzusetzen. Es entstehen integrierte Qualifikationen, das Aufgabengebiet muß sich erweitern. Dadurch komplettiert die Instandhaltung ihre zentrale Funktion im Produktionsunternehmen.

8. Forum 1999:

Nachhaltige Instandhaltung - ein neuer Weg zum Unternehmenserfolg. Der Begriff "Nachhaltiges Wirtschaften" kennzeichnet das globale Bewußtsein und verdeutlicht, welche Veränderungen in der Zukunft verlangt werden. Produktnutzung und Anlagenbetrieb gewinnen zunehmend an Bedeutung, Herstellung und Produktion rücken in den Hintergrund. Die Sicherstellung der Verfügbarkeit und die Bereitstellung des Nutzungsvorrates sind zentrale Aufgaben der Instandhaltung. Mit neuen ganzheitlichen Ansätzen bereitet sie somit einen neuen Weg zum Unternehmenserfolg.

9. Forum 2001:

Instandhaltungswissen besser nutzen - strategischer Faktor für den Unternehmenserfolg. Ausgelöst durch die hohe Innovationsgeschwindigkeit bei Maschinen und Anlagen entstehen für die Instandhaltung weitreichende Konsequenzen. Die Halbwertzeit des benötigten Instandhaltungswissens wird immer kürzer, die Instandhaltungsobjekte sowie -prozesse werden immer komplexer und wissensintensiver. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sind diesem Tempo nur gewachsen, wenn sie sich externes Wissen beschaffen. Wissen wird damit zu einem strategischen Erfolgsfaktor, zum Zukunftskapital von Unternehmen. Bis heute mangelt es jedoch gerade in der Instandhaltung an praktischen Ansätzen und Methoden zum Umgang mit der Ressource Wissen.

10. Forum 2003:

Instandhaltung im Brennpunkt der Unternehmensleitung - Wirtschafts- und ErfolgsfaktorIn der Instandhaltung existieren innovative und maßgeschneiderte Lösungsansätze, die den Weg zu maximalen Kundennutzen zu wettbewerbsfähigen Kosten bereiten können. Dies ist auch gut so, da bedarfsoptimierte Verfügbarkeit - »just in time« - und zuverlässiger Schutz für Mensch, Produkt und Umwelt mittlerweile für die meisten Unternehmen ein absolutes Muss darstellen. Allerdings werden diese Lösungen nur in den wenigsten Unternehmen mit der notwendigen Konsequenz und unternehmerischen Weitsicht umgesetzt. Instandhaltung wird immer noch überwiegend durch die Kostenbrille betrachtet. Zur Realisierung der hohen Anforderungen reicht es jedoch nicht mehr aus, bestehende Konzepte aus Kostensicht zu optimieren oder Maschinen und Anlagen technisch weiterzuentwickeln. Vielmehr gilt es, Visionen zu entwickeln, neue Ansätze zu nutzen und schließlich bewusst den Weg von der Optimierung zur Innovation sowohl theoretisch als auch praktisch zu vollziehen. Nur dann kann Instandhaltung zu einem realen Wirtschafts- und Erfolgsfaktor für die Unternehmen werden.

11. Forum 2005:

Innovation in der Instandhaltung durch neue Technologien zu neuem NutzenInnovation wird als Schlüssel zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und als Antwort auf die Konkurrenz aus den Niedriglohnländern gesehen. Die Bedeutung der Technik wird dadurch unterstrichen, dass 2004 das erste offiziell begangene „Jahr der Technik“ war und vorgeschlagenen wurde, jedes Jahr als „Jahr der Technik“ auszugestalten. Beim Begriff Innovation denken die meisten Menschen an Produkte und Produktionstechnologien, jedoch selten an Instandhaltung. Die Instandhaltung besitzt allerdings erhebliche Potentiale, sowohl die eigenen Prozesse und Produkte zu innovieren als auch einen wesentlichen Beitrag zur Innovation der Produktionstechnologien und Produkte zu leisten.

12. Forum 2007:

Mehr Gewinn durch Instandhaltung Der Weg zum Erfolg führt über die Instandhaltung! Die positive betriebswirtschaftliche Wirkung von Instandhaltungsleistungen ist unter Praktikern und Wissenschaftlern unbestritten. Für produzierende Unternehmen lässt sich folgende Ursache-Wirkungskette definieren: Ohne leistungsfähige Instandhaltung keine funktionsfähigen Anlagen und Maschinen, ohne funktionsfähige Anlagen keine Produktion, ohne Produktion keine Produkte, ohne Produkte kein Geschäftserfolg, ohne Geschäftserfolg kein Gewinn. Dennoch hat die Instandhaltung weder den Stellenwert noch die Wertschätzung, die dieser Einschätzung zugrunde liegt. Die Ursache liegt in der bis heute mangelhaften Beweisführung. Hier besteht in Theorie und Praxis eine konzeptionelle Lücke. Nach wie vor haben Instandhalter Probleme, das Potenzial und den Beitrag der Instandhaltung zur Steigerung des Unternehmensgewinns zu quantifizieren. Die Bewertung der Instandhaltungsleistung wird überwiegend intuitiv durchgeführt.

13. Forum 2009:

Energieeffizienz durch Instandhaltung - Forschungsergebnisse und praktische Anwendungen. Energieeffizienz ist aufgrund der stark steigenden Preise für jede Art von Energiequelle ein herausragendes Thema unserer Zeit. Die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Erhöhung der Energieeffizienz sind wesentliche Ziele der produzierenden Industrie und entscheidende Voraussetzungen für die industrielle Produktion am Standort Deutschland. In diesem Zusammenhang nimmt die Instandhaltung eine Schlüsselrolle ein. Sie hat durch die Wahl der Instandhaltungsstrategie und die Durchführung der Instandhaltungsmaßnahmen einen erheblichen Einfluss auf den Energieverbrauch und die Energieeffizienz der eingesetzten Maschinen und Anlagen. Darüber hinaus kann sie in Zusammenarbeit mit Produktion, Konstruktion und Einkauf durch Coaching des Personals weitere Potenziale erschließen helfen.

14. Forum 2011:

Instandhaltung und demografischer Wandel. Instandhaltung wird immer wichtiger für die Wertschöpfung und damit den Erfolg der Unternehmen im Wettbewerb. Sie hat in den letzten Jahren eine Dynamik entwickelt, die der von High-Tech- Bereichen nicht nachsteht. Neben komplexen Maschinen und Anlagen, finden neue Werkzeuge und Instrumente zunehmend Anwendung in der Praxis, die gleichzeitig hohe Anforderungen an das Personal stellen. Die damit verbundenen Veränderungsprozesse treffen mit dem demografischen Wandel zusammen, der in diesen Prozessen eine immer größere Bedeutung gewinnt. Im Ingenieurbereich ist der Fachkräftemangel auf konstant hohem Niveau. Die Ausschöpfung des Potenzials älterer Mitarbeiter und Konzepte zur Gewinnung von Nachwuchskräften haben dadurch eine steigende Bedeutung. Die Instandhaltung ist von diesen Veränderungen besonders betroffen, da das Wissen und die Erfahrungen des Personals ein „Pfund ist, mit dem die Unternehmen wuchern können“. Daher werden Lösungen benötigt, die den demografischen Wandel in eine Chance für die Instandhaltung transformieren.